Yashica Electro 35 GTN



Die Yashica Electro ist eine Sucherkamera mit Zeitautomatik. Meine Electro 35 GTN habe ich 2009 aus der Bucht gefischt.
Wie bei alten Kameras üblich ist es mit dem Kauf allein nicht getan.

Die ursprünglich für die Yashica vorgesehenen 5,6 V PX32 Quecksilber-Batterien sind in Europa wie auch in den USA verboten. Die PX32 kann aber durch eine 6 V PX28a Alkalibatterie ersetzt werden. Den Größenunterschied gleicht man durch eine Feder, Stanniolpapier oder einem speziellen Adaptern aus. Ich habe mich damals in Unkosten gestürzt und beim Yashica Guy einen Adapter samt Batterie erstanden. Theoretisch müsste man aufgrund des Pins das Pluspol-Label auf der Innenseite der Batterieabdeckung abknibbeln, praktisch funktioniert auch eine Überbrückung mit einem 1 Cent Stück.

Neben einer neuen Batterie waren auch die Lichtdichtung zu erneuern.
Einen passenden Satz neuer Dichtungen gibt es beim Kameradoc.

Wechsel der Dichtungen:
Die Rest der alten Dichtungen sollten möglichst vollständig entfernt werden. Bewährt haben sich dafür Zahnstocher in Holz wie in Plastik, Q-Tipps und eine Zange zum Plattdrücken derselben, Spiritus sowie ein Messer zum Anspitzen der Zahnstocher. Auf keinen Fall mit Schraubenzieher oder anderen metallischen Gegenständen ans Werk gehen, der Lack ist schnell beschädigt.
Das Einpassen der neuen Dichtungen ist kein Problem und dauerte ca. 15 min. Um die Dichtungen problemlos einzusetzen, habe ich die Klebestreifen mit Spiritus angefeuchtet. Die Klebewirkung wird dadurch kurzzeitig herabgesetzt, so dass man die Dichtungen optimal positionieren kann. Eine detaillierte Anleitung für den Dichtungswechsel gibt es beim Kameradoktor.

Aufwändiger wird es, wenn der "pad of death" zu wechseln ist. Dies ein Puffer (in google nach "pad" oder "pad of death" suchen), der von vorne gesehen links oberhalb des Objektives liegt. Eine Anleitung zum Wechsel des Pads findet sich hier.
Wer die Reparatur scheut, sollte auf ein sattes und tiefes "clunk" beim Spannen des Verschlusses achten. Geräuschbeispiele, vor allem negativer Art, finden sich u.a. auf youtube.