Rolleiflex 2,8F



Allgemeines
Die Rolleiflex 2,8F ist eine zweiäugige 6X6 Mittelformatkamera und wurde zwischen ~1960 und ~1980 produziert. Neben der klassischen 2,8F gab es auch Sonderausgaben wie die 2,8F Platin oder 2,8F Aurum.
Als Aufnahmeobjektiv kam entweder ein Carl Zeiss Planar 1:2,8/80 mm oder ein Schneider Kreuznach Xenotar 1:2,8/80 mm zum Einsatz. Sofern man den Diskussionen im Internet Glauben schenken darf, sind die optischen Qualitäten beider Linsen nahezu identisch. Seltener sind Rolleiflexkameras mit einem Carl Zeiss Opton Planar. Es handelt sich hierbei um Kameras, die für den damaligen Ostblock produziert wurden. Aufgrund namensrechtlicher Streitigkeiten, mussten die West-Produkte im Osten unter einem anderen Namen in den Handel gebracht werden.
Der 2,8F folgte die 2,8GX mit TTL Belichtungsmessung und später die 2,8FX nach.

Meine Wahl fiel auf eine Rolleiflex, da zu der Zeit eine Hasselblad, Mamiya oder ähnliches einfach zu teuer war. Nebenbei fand ich das zweilinsige System faszinierend. Im Nachhinein eine gute Wahl, auch vom finanziellen Standpunkt aus gesehen. Kurz nach dem Kauf begann der durch die Digitalkameras ausgelöste Preisverfall, von dem die 2,8F bis dato relativ verschont blieb.

Ich setze die Rolleiflex vornehmlich in der Landschaftsfotografie ein, sowohl in schwarz-weiß als auch in Farbe. Die Abbildungsleistung ist jeweils herausragend. Darüber hinaus sin der klare und helle Sucher, die durch das zweiäugige System bedingte fehlende Dunkelphase beim Auslösen, das durch den fehlenden Spiegel sehr leise Auslösegeräusch und der gut funktionierende Belichtungsmesser zu erwähnen.

Mit einer Rolleiflex macht man zwar keine Schnappschüsse, aber das Fotografieren selbst wird wieder zu einem Erlebnis, von dem Gefühl ein 6x6 cm Dia/Negativ in der Hand zu halten, ganz zu schweigen.

Für alle die keine Anleitung haben, hier der Download.